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08.03.18

 Sportakrobatik

 Sensationeller Erfolg beim internationalen Maia Cup in Portugal

 Ein Friedberger Trio mit Lucia Gaag, Emelie Brauchle und Laura Kirschner. dringt auf höchster Ebene in die Weltspitze

 Die Sportakrobaten des TSV Friedberg können auf einen bisher sehr erfolgreichen Saisonstart blicken: nach einem tollen 5. Platz in Bristol/England brachten die Leistungssportler nun einen mehr wie bemerkenswerten 7. Platz aus Maia/Portugal mit nach Hause. Lucia Gaag, Emelie Brauchle und Laura Kirschner übertrafen in ihrer Altersklasse alle Erwartungen und hielten in der starken Konkurrenz des wohl größten Sportakrobatik-Turniers der Welt blendend mit. Das portugiesische Maia, nahe der Großstadt Porto kann sich rühmen, mit einer besonders schönen Sporthalle, dieses Event jedes Jahr so perfekt zu organisieren, dass es weltweit Beachtung findet und die Elite unter den Sportakrobaten magisch anzieht. Ingesamt traten die Friedberger aus der altbairischen Herzogstadt gegen 40 Trios an - nur die besten zwölf durften am dritten Wettkampftag den Finalkampf bestreiten. Mit einem Finalplatz hatte Trainerin Nina Wente im Vorfeld nicht gerechnet: „ Meine drei Mädchen sind stark, sie sind zurecht nach ihrem Deutschen Meistertitel in den Bundeskader berufen worden“. Was den Maia Cup aufwertet: hier starten vier Wochen vor der Weltmeisterschaft einige WM-Teilnehmer, weshalb ein Finalplatz wirklich schwer zu erreichen ist“.

Ein erstes Fünkchen Hoffnung in Richtung Finale entstand nach der Dynamic-Übung, welche am Freitag gezeigt wurde. Lucia, Emelie und Laura zeigten eine nicht ganz perfekte Übung, ein choreographischer Stolperer schlich sich ein und der Schraubensalto geriet etwas weit nach hinten. Trotzdem gab es gute 25,75 Punkte vom Kampfgericht, was schlussendlich den 9. Platz bedeutete. Motiviert traten die drei dann am Samstag in aller Früh mit ihrer ausdrucksstarken Balance-Übung an. Viele ihrer Fans verfolgten da ihren Auftritt im Livestream und fieberten mit ihren Verehrten. Ein kleiner choreographischer Fehler brachte das Trio aber nicht aus dem Konzept. Ansonsten turnte das Trio sehr sauber und erhielt dafür hohe 26,50 Punkte. Nachdem alle 40 Gruppen in der Altersklasse 11 bis 16 Jahre ihre Übungen absolviert hatten, stand es dann tatsächlich fest: Finale für Lucia, Emelie und Laura. Nach den zwei geturnten Übungen konnten sie sich als insgesamt Achte Platzierte qualifizieren. Die Freude war riesig, denn somit bestand die Möglichkeit, am Sonntag nochmal die Balance-Übung zu turnen und zu beweisen, dass sie auch ohne kleine Fehler durch ihr Programm kommen können. Dies gelang ihnen dann auch mit Bravour: die Final-Übung lief perfekt, dem Kampfgericht blieben kaum Möglichkeiten, aus dieser Darbietung etwas abzuziehen. Mit dieser gelungenen Leistung arbeite sich das Friedberger Team sogar auf den 7. Platz vor und hatte sogar die gleiche Punktzahl wie die 6. Platzierten. Ein sensationeller Erfolg für Lucia, Emelie und Laura.

An sie geht der besondere Glückwunsch der Turnabteilungsleiterin Sabine Walter, nicht weniger an Trainerin Nina Wente, einst selbst auch erfolgreiche Sportakrobatin, die es versteht, als bayerische Landestrainerin, die Friedberger Sportakrobaten auf ein Leistungsniveau zu bringen, das es erlaubt bei Events wie dem internationalen Maia Cup, ein Erfolgserlebnis zu machen. Ohne Pause ist nun das Trio bereits in der Vorbereitung für den nächsten Wettkampf. Denn bereits in zwei Wochen sind die Sportakrobaten wieder unterwegs, dieses Mal mit einer größeren Mannschaft: es geht zu einem Turnier nach Winterthur in die Schweiz (wm-)

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In ästhetischer Pose und mit akrobatischer Höchstleistung turnte sich das Trio des TSV Friedberg mit Lucia Gaag, Emelie Brauchle und Laura Kirschner beim Maia Cup in Portugal auf einen mehr wie guten 7. Platz

Foto: F. Piqueiro


AZ02.03.18

Friedbergerinnen turnen aufs Podest

Vor vielen Zuschauern zeigten Chiara Dörsch und Nicole Schlotthauer beim bayerischen Nachwuchsturnier in Augsburg eine gute Vorstellung.
Bild: Jasmin Winterholler

Beim bayerischen Nachwuchsturnier in Augsburg zeigen auch zwei Nachwuchspaare bemerkenswerte Leistungen. Es gibt auch Goldmedaillen für den TSV.

Beim SAV Augsburg-Hochzoll durften die Nachwuchs-Sportakrobaten des TSV Friedberg ihr Können unter Beweis bestellen. Beim „direkten Nachbarn“ wurde das bayerische Nachwuchsturnier ausgetragen, bei dem Friedberger etliche Podestplätze ergattern konnten.

Der TSV Friedberg schickte in Augsburg zwei Nachwuchsformationen an den Start, zusätzlich traten auch drei Gruppen aus dem Leistungsbereich zur Vorbereitung auf die kommenden Wettkämpfe an.

Julia Weimer, Melanie Östlund und Ayleen Kutlu traten in ihrer Altersklasse Trios A2 gegen vier andere Teams an. Etwas nervös präsentierten sie ihre Übung das erste Mal überhaupt an einem offiziellen Wettkampf. Sie konnten ihre Trainingsleistung recht gut abrufen, allerdings schlich sich zum Ende ein Fehler beim geworfenen Streck-sprung ein, sodass sie durch diesen Patzer den ersten Platz ganz knapp verpassten und die Sportler aus Eggolsheim vorbeiziehen lassen mussten. Das Team mit Nachwuchs-Trainerin Corina Wittmann war mit dem zweiten Platz jedoch sehrzufrieden, da es vor allem für die kleine Ayleen nicht einfach war, sich erstmals einem Kampfgericht zu präsentieren.

Bei den A1-Damenpaaren traten Chiara Dörsch und Nicole Schlotthauer im größten Starterfeld des Tages an. Ihnen erging es ähnlich wie ihren Vereinskolleginnen: Aufgrund eines Fehlers beim Flick-Flack mussten die beiden Platz eins einem Team aus Augsburg überlassen. Knapp geschlagen landeten die beiden somit auf dem guten zweiten Rang in einem insgesamt sehr eng beieinanderliegenden Starterfeld von zwölf Paaren. Somit verteidigten sie ihren zweiten Platz aus dem Vorjahr.

Die drei Friedberger Leistungsklassen-Formationen konnten alle beweisen, welches Potenzial in ihnen steckt. Es war klar ersichtlich, wie sich die Sportakrobatinnen aus der Herzogstadt vom übrigen Starterfeld abhoben. Jana Semenchenko und Lilly Maresch (Startgemeinschaft mit dem SAV Hochzoll) sowie Sina Mahl, Lena Sandmeir und Lea Hackl sicherten sich jeweils die Goldmedaille.

Die deutschen Meister Lucia Gaag, Emelie Brauchle und Laura Kirschner kassierten für einen Ausrutscher in ihrer Übung einen deutlichen Abzug, sodass es nur zum dritten Platz reichte. Dennoch zeigten sie ansonsten die anspruchsvollste Übung des Tages, die sie auch beim internationalen Maia-Cup in Portugal (wir berichteten) zeigen werden.


     27.02.18

Auf Tour zum internationalen Maia Cup

Friedberger Trio mit Lucia Gaag, Emelie Brauchle und Laura Kirschner startet beim weltweit größten Turnier in Portugal

Diese Woche steht ein ganz besonderes Ereignis auf dem Programm der Friedberger Sportakrobaten: am Mittwoch, den 28.02.18 geht es für 6 Tage zum internationalen Maia Cup in der Nähe von Porto/Portugal. Für den TSV geht dieses Mal die Jugend-Formation mit Lucia Gaag, Emelie Brauchle und Laura Kirschner an den Start, welche bereits bei Wettkämpfen in Belgien, Polen und Italien internationale Luft schnuppern konnte. Begleitet werden sie von Heimtrainerin Nina Wente sowie von Kampfrichter Ian De Schoenmacker. Der Maia Cup gilt neben den Welt- und Europameisterschaften als das größte Turnier weltweit, zudem wird gleichzeitig auch noch der World Cup ausgerichtet, sodass hier die absolute Elite der Sportakrobatik aufeinander trifft und es einiges zu sehen werden gibt.

 In der Altersklasse Age Group 1, in welcher Lucia, Emelie und Laura antreten, gehen insgesamt 41 Trios aus neun Nationen an den Start. Dies bedeutet für die drei Friedbergerinnen die größte Herausforderung, der sie sich jemals gestellt haben. Die drei sind in Topform und bestmöglich vorbereitet, in unzähligen Trainingsstunden wurde hart an den letzten technischen Details und an choreographischen Feinheiten gearbeitet. Dennoch: bei dieser großen Konkurrenz auf internationalem Höchstniveau wird es extrem schwierig, in die Nähe des Finales der besten zwölf Trios zu kommen.

 Am Freitag startet der Wettkampf mit der Dynamic-Übung, die drei Friedbergerinnen werden hier eine spritzige Choreographie mit Schrauben und Doppelsaltos zeigen. Am Samstag folgt dann Balance, welche bei Lucia, Emelie und Laura dramatisch und sehr ausdrucksstark gestaltet ist. Die Wertungen dieser beiden Übungen werden zusammengerechnet, die besten zwölf Teams dürfen dann am Sonntag im Finale nochmals ihre Balance-Übung zeigen. Vor dem offiziellen Wettkampf stehen vor Ort am Mittwoch und Donnerstag noch Trainingseinheiten an, am Montag den 05.03. geht es dann wieder zurück in die Heimat. Zwischen den festen Trainings- und Wettkampfzeiten bleibt auch Zeit, bei Freizeitangeboten des Veranstalters teilzunehmen, sich die Stadt anzuschauen und der absoluten Elite beim World Cup zuzuschauen.

 Die kleine Friedberger Delegation ist gespannt, wo sich die Sportler bei diesem außergewöhnlich großen Starterfeld einordnen werden. „Ziel ist es, die beste Trainingsleistung auch unter extremen Bedingungen auf der Matte zu zeigen. Lucia, Emelie und Laura wurden seit diesem Jahr in den Bundeskader berufen und möchten dem ebenfalls vor Ort anwesendem Bundestrainer Igor Blintov vom SC Riesa zeigen, wie stark sie in den letzten Monaten geworden sind“, so TSV Trainerin Nina Wente. (wm-)

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Die in den Bundeskader des DSAB berufenen TSV Sportakrobaten Lucia Gaag (rechts), Emelie Brauchle und Laura Kirschner (oben) starten beim internationalen Maia Cup in Portugal

Foto: Felix Kuntoro


23.02.18

Im Fokus des bayerischen Nachwuchsturniers

Friedberger Formationen starten in Augsburg ins neue Wettkampfjahr

Nachdem die Sportakrobaten des TSV Friedberg vor drei Wochen sehr erfolgreich im englischen Bristol unterwegs waren, geht es nun auch für den Nachwuchs richtig zur Sasche. Nur einen Katzensprung entfernt findet das das bayerische Nachwuchsturnier am kommenden Samstag, 24. Februar, beim 2 Kilometer entfernten SAV Augsburg-Hochzoll statt, weshalb sich die jüngeren Sportakrobatinnen über viele Fans freuen können. Die Friedberger sind dabei mit insgesamt fünf Formationen vertreten, wobei drei davon im Grunde nicht mehr im Nachwuchsbereich starten, aber für eine optimale Wettkampfvorbereitung dennoch auf die Matte gehen dürfen.

Julia Weimer, Melanie Östlund und Ayleen Kutlu bestreiten in der Nachwuchsklasse A 2 ihren ersten offiziellen Wettkampf. Für Ayleen ist es sogar ein Debut, während ihre Unterfrauen Julia und Melanie als Oberfrauen bereits Wettkampfluft schnuppern durften. Schon bei der Friedberger Vereinsmeisterschaft im letzten Jahr hat das Trio gezeigt, dass sie stark motiviert ihre Trainingsleistung deutlich steigern können, wo es durchaus spannend wird, ob sie damit auch ihre Konkurrentinnen in Schach halten können.

In der Altersklasse A1 wird der TSV mit Chiara Dörsch und Nicole Schlotthauer durch ein sehr junges Damenpaar vertreten. Es erhofft sich nach einem zweiten Platz beim letzten bayerischen Nachwuchsturnier im Herbst 2017 auch diesmal wieder einen Platz auf dem Treppchen. Zwar treten die beiden mit zwölf A1-Paaren aus sechs Vereinen gegen das größte Starterfeld an, möchten aber mit ihrer Stabilität, guter Flughöhe und neuen Aufgängen das Kampfgericht überzeugen.

Die Chance, sich vor den kommenden Wettkämpfen nochmal einem Kampfgericht zu präsentieren, nutzen gleich drei Formationen, die bereits in der Vollklasse trainieren. In der Altersklasse Jugend schicken die Friedberger gleich zwei Trios ins Rennen. Eines davon, bestehend aus Sina Mahl, Lena Sandmeir und Lea Hackl, holte sich beim letzten bayerischen Nachwuchsturnier die Goldmedaille und präsentiert sich nun das erste Mal in der Leistungsklasse. Das andere Trio kann mit expliziter Erfahrung sogar einen Deutschen Meistertitel vorweisen: Lucia Gaag, Emelie Brauchle und Laura Kirschner nutzen den Wettkampf als letzte Vorbereitung für den internationalen Maia Cup in Portugal in der kommenden Woche. In der Altersklasse Schüler wird das Team durch Jana Semenchenko und Lilly Maresch (Startgemeinschaft mit dem SAV Augsburg) komplettiert. Beide hoffen, mit ihrer gefühlvollen Balance-Übung, das Kampfgericht mit neuen Elementen und ausgefeilter Technik überzeugen zu können.

Das bayerische Nachwuchsturnier bietet den jungen Sportakrobatinnen des TSV Friedberg beste Gelegenheit sich weiter zu profilieren, da ihnen im nahen Augsburg-Hochzoll doch ein meist langer Anfahrtsweg zu ihren in der Regel hochrangigen Wettkämpfen im In- und Ausland erspart bleibt. (wm-)

Ihren ersten offiziellen Wettkampf bestreitet beim bayerischen Nachwuchsturnier das Friedberger Akrobatentrio Ayleen Kutlu (oben), Melanie Östlund (Mitte) und Julia Weimer

Foto: Corina Wittmann

 

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AZ09.02.18

Geglückte Premiere

Mädchen-Trio des TSV Friedberg belegt beim King-Edmund-Cup in Bristol Platz fünf und vertieft dabei auch noch die Städtepartnerschaft mit Chippenham. Von Ulrike Hesse

Das war die Anfangspose der drei Friedberger Sportakrobatinnen Nina Seebacher, Alexandra Hesse und Marlene Langenmayer beim King-Edmund-Cup in Bristol.
Foto: Ulrike Hesse

Zum ersten Mal nahmen drei Sportakrobatinnen des TSV Friedberg – Nina Seebacher, Alexandra Hesse und Marlene Langenmayer – am King-Edmund-Cup in Bristol teil und besuchten gleichzeitig die Friedberger Partnerstadt Chippenham. England hielt für die kleine Reisegruppe viele spannende und erstaunliche Momente bereit.

Schon das Einsteigen ins Auto brachte den ersten Lacher, als die Fahrer das Lenkrad auf der linken Seite vermissten. Mit jeder gefahrenen Meile wurde das Steuern aber vertrauter und die Beifahrer entspannten sich zusehens.

In Chippenham angekommen, wartete abends noch ein leckeres Essen im Pub auf die Reisenden aus Deutschland, die dann jedoch auf Zebrasteak oder Kängurufilet von der Tageskarte verzichteten und es bei Pommes, Pudding oder Lasagne beließen. Nach dem ersten erfolgreichen Wettkampftag wurden die Sportler von Silvia und Terry Gibson nach Lacock entführt, dem Dorf, in dem Harry Potter schon gezaubert hat. Die Magie des Abends hielt wohl auch am nächsten Tag noch an, denn am Ende des zweiten Wettkampftages strahlten die drei über einen fünften Platz. Nur Teams aus Portugal und England lagen vor ihnen, 15 andere, darunter auch drei deutschen Formationen, ließen die Friedbergerinnen hinter sich.

Mit Champagner empfing sie ihr Gastgeber Jim Hall daher stilecht in seinem Cottage. Den Fasan, den es zu essen gab, hatte der begeisterte Jäger selbst erlegt. Dass Jagd in England noch immer ein so beliebtes Hobby ist, erstaunte die Gäste zwar, trotzdem freute sich Nina Seebacher über die schönen langen Schwanzfedern, die sie als Andenken geschenkt bekam.

Die Tage vergingen wie im Flug und nachdem sogar der morgendliche Stau auf der M25 rund um London gut überstanden war, verabschiedeten sich Nina Seebacher, Alexandra Hesse und Marlene Langenmayer zufrieden und voller neuer Eindrücke von der Insel: „Auf Wiedersehen im nächsten Jahr und danke an das Chippenham Komitee für die tolle Unterstützung“.